Next level IT! Alles selbst machen!

"Respekt, wer´s selber macht" sagt die Werbung. Und sie haben Recht!

Die digitale Welt ist bequem geworden. Genau das ist das Problem. E-Mails, Dateien, Kommunikation und Identitäten liegen heute oft in fremden Rechenzentren. Häufig außerhalb Europas und unter der Kontrolle großer Konzerne. Aber selbst wenn der Betrieb innerhalb der EU erfolgt, liegt die tatsächliche Kontrolle nicht automatisch auch dort. Ein Beispiel ist der US-amerikanische CLOUD Act. Er verpflichtet US-Unternehmen unter bestimmten Umständen dazu, Daten herauszugeben, unabhängig davon, in welchem Land sie gespeichert sind. Viele Versprechen rund um eine angeblich datenschutzkonforme Cloud-Nutzung müssen deshalb zumindest kritisch hinterfragt werden. Der physische Standort der Daten allein sagt noch nichts über die tatsächliche Souveränität aus. Uns wird Komfort versprochen, der Preis dafür ist aber oft der Verlust von Kontrolle.

Die Lösungen großer US-Konzerne werden seit Jahren als der nächste logische Schritt verkauft. Als moderne Antwort auf komplexe IT. Als alternativloser Standard. Begleitet wird das von Begriffen wie Kosteneffizienz, Modernisierung und Professionalität. Das Argument ist fast immer gleich: In der Anschaffung sei vieles zunächst teuer, langfristig spare man aber Geld, weil Administratoren weniger Zeit benötigen oder dieselbe Infrastruktur mit weniger Personal betrieben werden kann. In der Praxis bedeutet das oft etwas ganz anderes. Es entstehen neue Abhängigkeiten, die Kontrolle nimmt ab und es werden Systeme eingeführt, die gar nicht mehr vollständig verstanden werden müssen, weil sie einfach nur funktionieren sollen. Wer diesen Weg nicht mitgeht, gilt schnell als rückständig. Als jemand, der die Zeit nicht erkannt hat. Als Administrator zweiter Klasse.

Gleichzeitig ist über Jahre viel Fähigkeit verloren gegangen. Viele Administratoren können heute zwar Oberflächen bedienen und an den richtigen Stellen klicken, verstehen aber die Mechanismen dahinter immer seltener. Es wird konfiguriert, bereitgestellt und betrieben. Das gewünschte Ergebnis tritt ein. Aber warum es eintritt, wie die Zusammenhänge im Detail aussehen und was im Hintergrund tatsächlich passiert, ist oft nicht mehr klar. Genau darin liegt die eigentliche Entmachtung. Wer Systeme nicht mehr versteht, kann sie auch nicht mehr souverän beherrschen. Am Ende stehen Abhängigkeit, Handlungsunfähigkeit und im schlimmsten Fall echte Unfähigkeit, sobald Probleme außerhalb der vorgesehenen Wege auftreten. Unternehmen geraten dadurch in eine Lage, in der sie auf Hersteller, Dienstleister, Lizenzmodelle und Cloud-Plattformen angewiesen sind, ohne noch selbst die Richtung vorgeben zu können.

Diese Website setzt genau dort an. Wir holen uns das zurück. Wir setzen auf Lösungen, die wir verstehen und die wir selbst beherrschen. Keine undurchsichtigen Plattformen, die für viel Geld verkauft werden. Keine Lizenzgebühren pro Benutzer. Keine ständig wachsenden Abhängigkeiten durch Dienste, die irgendwo in der Cloud laufen und deren innere Funktionsweise im Nebel verschwindet. Alles selbst machen bedeutet nicht, alles unnötig kompliziert zu machen. Es bedeutet, die Kontrolle über Daten, Systeme und Infrastruktur wiederzuerlangen. Warum Dateien bei einem fremden Anbieter speichern, wenn man sie selbst hosten kann? Warum ein Microsoft Active Directory betreiben, wenn ein Samba DC denselben Zweck erfüllt? Warum Windows einsetzen, wenn ein stabiles Linux-System die gleiche Arbeit erledigt, ohne Lizenzkosten und ohne unnötige Telemetrie?

Open Source ist längst keine Bastellösung mehr. Werkzeuge wie Nextcloud, Samba DC, Linux Mint und viele andere selbst betriebene Dienste sind heute leistungsfähig, praxistauglich und in vielen Bereichen eine ernsthafte Alternative. Natürlich hat das seinen Preis. Wer seine Systeme selbst betreibt, trägt auch selbst Verantwortung für Updates, Sicherheit und Betrieb. Aber genau darin liegt der Unterschied. Du verstehst, was du einsetzt. Du weißt, was im Hintergrund passiert. Und du entscheidest selbst, was mit deinen Daten und deiner Infrastruktur geschieht.

Diese Seite soll zeigen, welche Alternativen es gibt, wie man sie sinnvoll einsetzt und wie man Schritt für Schritt wieder unabhängiger wird.

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